Reinzeichnung

NAHTLOS IN DRUCK GEHEN: WERTVOLLE INFORMATIONEN, WIE
DU DEINE DATEI OPTIMAL FÜR DEN DRUCKER VORBEREITEST.

• Dateianlage in Adobe InDesign und Adobe Illustrator
• Dateianlage in Adobe Photoshop
• Vollflächen
• Kaltfolie rastern
• Linienstärken und Schriftgrade
• Erzeugung printfähiger pdf-Dateien
• Überprüfung mit Adobe Acrobat Professional

Dateianlage in Adobe InDesign und Adobe Illustrator
Lege den Farbauszug für die Kaltfolie wie in Adobe Photoshop als Volltonkanal (CMYK Farbmodus) an. Vermeide Transparenzen bei Kaltfolienobjekten, auch bei importierten Illustratorgrafiken – diese können bei der Transparenzreduzierung zu unerwarteten Ergebnissen führen. Für alle Objekte, die über Kaltfolie gedruckt werden sollen, muss die „Überdrucken“-Eigenschaft angewählt sein. Die Darstellung überprüfst du am besten unter „Ansicht“ mit „Überdruckenvorschau“.

Dateianlage in Adobe Photoshop
Lege den Farbauszug für die Kaltfolie als Volltonkanal an. Die Datei kann als Tiff inklusive des Volltonkanals abgespeichert werden. Freisteller, die vollflächig mit Kaltfolie unterdruckt werden, sollten sehr exakt, scharf und mit maximal 1 Pixel weicher Kante angelegt werden. Erhöhe den Kontrast in den Kaltfolien-Bildbereichen, um einer Verflachung entgegenzuwirken.

Überfüllungen müssen ebenfalls angelegt werden. Helle, metallische Objekte sollten 1–2 Pixel in dunkle Hintergründe überfüllt werden (ausschließlich im Kaltfolienkanal), um den Motivübergang zu verbessern. Die Überfüllung kann direkt mit einer um 1 Pixel erweiterten, weichen Auswahl erstellt werden.

Motive mit hohem Farbanteil im Schwarzkanal sollten so überarbeitet werden, dass die Tiefe duch Cyan, Magenta und Yellow erzeugt wird. Reines Schwarz kann auf der Metallisierung matt und leblos wirken.

Graustufenbilder sollten zusätzlich mit Cyan unterlegt werden, um ein satteres Schwarz zu erzeugen. Auch hier solltest du der Verflachung durch stärkeren Kontrast entgegenwirken und auf den maximalen Farbauftrag achten.

Vollflächen
Vollflächen sind sauber und problemlos realisierbar. Auf der silberfarbenen Kaltfolie erzeugt der nachfolgende Offsetdruck jeden beliebigen Metallton. Aus Bildmotiven sollten die Spitzlichter ausgespart werden. Ebenso werden die Tiefen besser dargestellt, wenn sie aus der Kaltfolie ausgespart bleiben. Der Gesamtfarbauftrag auf der Kaltfolie sollte nicht mehr als 270% betragen.

Kaltfolie rastern
Allzu feine Rasterweiten sind zu vermeiden — und sollten nicht kleiner als 24 L/cm (60 lpi) sein, damit sie noch sauber stehen. Die Erfahrung zeigt im Übrigen, dass feine Verläufe zu Kanten und Brüchen im Raster neigen. Daher sollten auch sie weitestgehend vermieden werden. Die Flächendeckung bei einer Aufrasterung der Kaltfolie sollte bei einem 34er Raster bei 20–100 % liegen. Im 26er Raster werden bessere Ergebnisse im Bereich zwischen 20 und 50 % erzielt.

Linienstärken und Schriftgrade
Da sich die Kaltfolie sehr fein ablöst, lassen sich dünne Linien und kleine Schriftgrade gut darstellen. Die Linienstärke sollte dabei aber nicht weniger als 0,25 pt betragen. So können auch Schraffuren, Punktierungen etc. bestens wiedergegeben werden. Serifenschriften lassen sich auch in kleinen Schriftgraden hinunter bis ca. 6 pt, serifenlose Schriftgrade bis etwa 5 pt noch gut realisieren.

Beim Druck feiner Linien und kleiner Schriften auf metallisierten Flächen ist zu beachten, dass sie unter einem bestimmten Betrachtungswinkel nicht mehr wahrnehmbar sind, feine Schriften mit einer niedrigen Flächendeckung werden schwer lesbar. Je heller die Farbe, desto schlechter ist der Kontrast auf der Folie. Um Lesbarkeit und Kontrast zu erzielen, sollten stärkere Linienstärken und hohe Flächendeckungen gewählt werden, besonders bei hellen Farbtönen wie z.B. Gelb, Orange und Rosa.

Um einen gut wahrnehmbaren Kontrast zu erzeugen, können folgende Richtwerte für die Linenstärke verwendet werden: kleiner als 0,5 pt sollte die Flächendeckung 50%, größer als 0,5 pt sollte sie mindestens 30 % betragen.

Erzeugung printfähiger pdf-Dateien
Aus Adobe InDesign oder Adobe Illustrator lassen sich problemlos printfähige PDF-Dateien erzeugen durch den Export als PDF/X3. Sie werden wie gewöhnliche 4c-Offset-Dateien mit zusätzlicher Sonderfarbe erzeugt. Um Komplikationen zu vermeiden, sollte der Kaltfolien-Farbkanal in den Photoshop-Dateien den gleichen Farbnamen wie die Volltonfarbe in InDesign bzw. Illustrator haben, damit auch nur ein Kaltfolien-Volltonkanal im PDF ausgegeben wird.

Überprüfung mit Adobe Acrobat Professional
Nach Fertigstellung printfähiger PDF-Dateien sollte eine Überpüfung mit Adobe Acrobat Professional durchgeführt werden. Die überdruckten Kaltfolienbereiche können in der Überdruckvorschau betrachtet werden. Mit Hilfe der Pipette überprüft man die Dichtewerte der einzelnen Farbkanäle sowie den Gesamtfarbauftrag. An den Stellen, an denen Kaltfolie eingesetzt worden ist, sollte der Gesamtfarbauftrag nicht mehr als
270% betragen.